Mode- & Maison-Marken
Häuser, die aus der Welt der Luxusgüter kommen — und ihre Handschrift von dort mitbringen.
Dieser Band versammelt Häuser, die nicht aus der Hotellerie kommen. Ihre Betreiber haben ihren Namen in der Mode, im Schmuck oder in der Kristallmanufaktur gemacht und tragen ihn in die Gastfreundschaft hinein — mit allem, was daran hängt: einer bestehenden Ästhetik, einem bestehenden Publikum und einer Erwartung, die vor dem ersten Hotel schon existierte.
Das erklärt die Stärken und die Schwächen dieser Gruppe. Die Häuser sind gestalterisch selten beliebig und fast immer an erstklassigen Adressen; zugleich ist der Betrieb häufig an Dritte vergeben, und die Servicetiefe reicht nicht überall an die klassischen Luxushäuser heran. Wer hier bucht, wählt eine Handschrift — und sollte prüfen, wer das Haus tatsächlich führt.
6 Marken
In dieser AusgabeCheval Blanc
Sechs Maisons in zwanzig Jahren — LVMH baut Hotels so, wie der Konzern Häuser baut: einzeln.
Armani Hotels & Resorts
Zwei Adressen, nicht zwanzig — und in fünfzehn Jahren kein Versuch, daran etwas zu ändern.
Palazzo Versace
Das erste Hotel, das ganz um die Identität eines Modehauses gebaut wurde — im Jahr 2000, lange vor allen anderen.
Fauchon L’Hôtel
Ein Feinkosthaus von 1886, das 2018 ein Hotel baute — und die Gastronomie zur Statik des Aufenthalts machte.
Karl Lagerfeld Hotels & Resorts
Der einzige Hotelturm der Welt, dessen gesamte Innenausstattung Karl Lagerfeld selbst gestaltet hat.
Baccarat Hotels & Residences
Ein Kristallhaus von 1764, ein Hotel in New York — und eine Pipeline, die größer ist als die Marke selbst.
Die Reihenfolge folgt der Systematik der Bibliothek und ist keine Rangfolge.